DTP ist die Abkürzung für „Desktop-Publishing“ und beschreibt das „Publizieren vom Schreibtisch aus“, so die Definition bei Wikipedia. Seit etwa 1992 hat diese Form von visuellem „Erstellen von Druckerzeugnissen am Bildschirm“ die klassischen Methoden abgelöst. Hier arbeitet der Anwender gleichrangig mit Elementen wie Fotos, Texten, Zeichen und Illustrationen, die er in einem Dokument beliebig anordnen kann. Mitte der 1980er Jahre wurde das heute bekannte Desktop-Publishing eingeführt. Firmen wie Apple, Adobe, Aldus und Linotype haben sich hier einen Namen gemacht. Programme wie Ventura Publisher der Firma Ventura Software oder PageMaker der Firma Aldus Corporation sind vielen Anwendern noch ein Begriff. 1987 betrat dann die Firma Quark die DTP-Bühne, mit ihrer Software QuarkXPress. Adobe brachte zu dieser Zeit die Seitenbeschreibungssprache PostScript auf den Markt und Apple einen grafikorientierten Computer, den Macintosh. Apple zeichnet sich auch für den ersten PostScript-fähigen Laserdrucker verantwortlich, den LaserWriter. In dieser Zeit ließ die Qualität der Druckerzeugnisse mangels Auflösung noch zu wünschen übrig.

Erst 1999 kam dann Adobe InDesign auf den Markt, nachdem die Firma Aldus von Adobe übernommen wurde. InDesign gilt als Nachfolger von PageMaker, wobei Aldus bei der Entwicklung den Projektnamen K2 verwendete. Im Juni 2019 wurde dann der Affinity-Publisher Version 1.7 von der Firma Serif für Windows und MAC OS vorgestellt, nachdem man im August 2018 die erste BETA-Version veröffentlichte. Die Version 1.8 erschien dann am 26. Februar 2020. In dieser ganzen Zeit gab es viele andere DTP-Programme wie den VivaDesigner, RagTime, iCalamus, FrameMaker, den MarkStein Publisher oder den Microsoft-Publisher. Sie alle konnten und können sich gegen die Marktführer nicht behaupten, decken aber einen Nischenmarkt ab. Kostenlos kann man heute das Open-Source Projekt Scribus nutzen.

Heute werden DTP-Programm nicht nur für die klassischen Printmedien genutzt, im Zuge des Cross-Media-Publishings werden vermehrt auch Online-Print-Produkte produziert. Dabei bedienen sich gerade Verlage vermehrt sogenannter Redaktionssysteme mit erweiterten Ausgabe-Kanälen. Hier werden mehr und mehr DTP-Arbeiten automatisiert.